Projektwoche "Kinder in aller Welt"

Schülerinnen und Schüler lernen andere Länder kennen.

Eine Woche lang erforschten die Kinder der St. Vitus Schule unter dem Motto „Wir sind Kinder dieser Welt“ unterschiedliche Länder, ihre Sehenswürdigkeiten und die Sprachen und Lebensweisen der Menschen, die dort leben. Im Rahmen der regionalen Unterstützung ermöglichte uns die Bildungsinitiative der VR-Bank Westmünsterland die Anschaffung von diversen Materialien für dieses Projekt.

Die Kinder der ersten Klassen begaben sich auf eine spannende Reise nach Schweden, Großbritannien und Alaska.

In Schweden lernten sie die atemberaubenden Naturwunder des Landes kennen und natürlich waren die Geschichten der weltweit bekannten Autorin Astrid Lindgren ein großes Thema. Mit Pippi Langstrumpf erkunden die Kinder das „Land der tausend Seen“ und freuen sich auf ihre selbst erstellte Mappe über Schweden.

In Großbritannien nahmen die Kinder anlässlich der Krönung von König Charles das britische Königshaus in Augenschein. Die Kinder kreierten ihre eigenen Kronen, zelebrierten die englische Tea Time mit feinem Tee aus edlem Porzellan sowie traditionellen Scones und lernten die Sehenswürdigkeiten Londons kennen.

Herr Reisegern erforschte mit den Kindern die grandiose Natur Alaskas, die vielfältige Tierwelt, die Fischerei und das Naturphänomen der Polarlichter. Die Kinder verwandelten dabei das Klassenzimmer mit selbstgebauten Iglus in eine Winterlandschaft und versetzen sich in die Zeit des Goldrausches und der Trommeltänze.

Die Kinder des zweiten Jahrganges erforschten in der Projektwoche die Länder Mexico, Japan und Irland.

Da am 17.03 in Irland der „St Patrick´s Day“ gefeiert wird, begann die Woche für die Gruppe mit einem Fest. Es wurden grün-weiße-orange Girlanden aufgehängt, grüne Kleeblätter gebacken und die typische irische Musik mit Geigen und Flöten gehört. Außerdem haben die Kinder am Dienstag den Irish Jig und Galic Football ausprobiert. Immer wieder haben sie an den verschiedenen Tagen neue Informationen zum Land Irland und überraschende Fakten kennengelernt. Diese haben sie in einem Lapbook zusammengefasst. Einige gälische Wörter und Zahlen konnten die Kinder in einem digitalen Wörterbuch sammeln.

 „Buenos dias“ hieß es am Montag für die Kinder der Mexikogruppe. Nachdem zu Beginn Fakten und interessante Dinge über Mexiko recherchiert und daraus Plakate entwickelt wurden, feierten die Kinder am Dienstag einen typischen mexikanischen Kindergeburtstag. In Kleingruppen entwickelten und bastelten sie eigene Pinatas. Eine davon wurde auch direkt im Anschluss ausprobiert. Mittwochs lernten sie das „Dia de los Muertos“ (Totenfest) kennen und bastelten eigene Totenmasken. Zum Abschluss gab es leckere Tacos, die sich jeder nach Geschmack befüllen konnte. Donnerstags gestalteten sie Federmäppchen und lernten verschiedene landestypische Spiele kennen. Zum Abschluss gab es am Freitag Nachos in verschiedenen Schärfen zum Probieren. Es war für alle eine tolle Reise in ein Land voller neuer und interessanter Facetten.

Die Kinder der Japan-Gruppe beschäftigen sich mit den fernöstlichen Gebräuchen. Es wurden Namensschilder in japanischen Schriftzeichen geschrieben, Origami-Figuren gefaltet und das Essen mit Stäbchen ausprobiert. Außerdem hörten die Kinder japanische Musik und lernten aus Filmen und Texten, wie es bei Japanern zu Hause und in der Schule aussieht. Als Höhepunkt kamen Trainer vom Karate-Verein Südlohn und absolvierten mit den Schülern ein Probetraining in der Turnhalle. Zum Abschluss konnten alle in einem Japan-Quiz ihr Können unter Beweis stellen.

Die dritten Jahrgänge erkundeten die Länder Frankreich, USA und Brasilien.

Die Kinder lernten während der Projektwoche das Land USA mit seiner Weite und Vielseitigkeit kennen. So entdeckten sie besondere Orte in der Natur und den großen Städten. Mithilfe von Fotomontagen brachten sie sich an diese Orte und verfassten darüber Postkarten. Die Kinder erfuhren etwas über den Alltag der Kinder in den USA und stellten landestypisches Essen her. Sie lernten den Künstler James Rizzi kennen und malten in seinem Stil. Zwischendurch probierten sie verschiedene Seilchen-Sprünge beim Rope Skipping.

Die Projektgruppe „Brasilien“ gestaltete aus Handabdrücken die Flagge Brasiliens als Gemeinschaftsbild. In den nächsten Tagen schlüpften sie in die Rolle eines Straßenjungen in den Favelas Brasiliens und probierten etwas skeptisch, aber doch neugierig den traditionellen Maiskuchen. Die Unterschiede der brasilianischen Schule zur eigenen St. Vitus Schule brachte viele zum Staunen. Nur zwei Wochen Ferien im Juli – das wollte sich keins der Kinder so richtig vorstellen. Das Konzept von Schuluniformen fanden die meisten dagegen sehr interessant. Die 8-9- Jährigen diskutierten über die Vor- und Nachteile und entwarfen motiviert eigene Ideen für eine einheitliche Schuluniform. Sie entdeckten Tier- und Pflanzenarten des Regenwaldes und gestalteten Steckbriefe über den Ara, das Gürteltier oder die Würgefeige. Dass die Vielfalt des Regenwaldes geschützt werden sollte, darin waren sich alle einig und erarbeiteten gemeinsam Alltagstipps, um den Regenwald und seine Bewohner zu schützen. Im Laufe der Woche gestalteten die Kinder außerdem mit viel Liebe zum Detail ihren eignen Regenwald im Schuhkarton. Aus Wolle wurden Lianen, an denen Affen schwingen und Faultiere entspannten. Pfeifenputzer verwandelten sich in getarnte Schlangen oder kunterbunte Schmetterlinge. Auch der Amazonas - inklusive Wasserfall - wurde in vielen Kartons mit eingearbeitet. Mit Fantasie und Geduld entstanden aus grauen Schuhkartons kleine, bunte Kunstwerke, die die Kinder am Ende der Woche mit viel Stolz ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern präsentierten.

Die Kinder, die Frankreich erkundeten, lernten nicht nur einige französische Begriffe, sondern bauten auch Eiffeltürme aus unterschiedlichen Materialien, bereiteten eine Fotowand vor und staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass das Kino eine Erfindung der Franzosen ist. Die Spiele und Tänze wie Boule und Logitombolo wurden ausprobiert und natürlich durfte auch ein typisch französisches Menü mit Mousse au Chocolat und „Froschschenkeln“ (aus Weingummi) natürlich nicht fehlen.

Die Kinder des 4. Jahrgangs arbeiten in der Projektwoche zu den Ländern Indien, Australien und Spanien.

„Namaste – Willkommen in Indien“ als Begrüßungslied stimmte die Kinder darauf ein, sich über Themen wie Natur, Tiere, Kleidung, Schule, Religionen und Essgewohnheiten in Indien zu informieren.

Dass das Leben in Indien anders für die Kinder ist als hier wurde schnell deutlich. Im Lied heißt es „Wo das Leben tobt und bunt ist, wo viel los ist und passiert und man Meter hoch die Lasten auf dem Fahrrad transportiert.“ Dazu wurden auf einem Fahrrad im Klassenraum anschaulich viele Kartons und Päckchen als Lasten gestapelt. Ein indisches Reisgericht und Fladenbrot werden probiert und die typischen Essgewohnheiten erprobt. Zusätzlich wurden bunte Lichter und Lampions mit Elefantenmotiv wurden gestaltet. Als besonderes Highlight kommt am Donnerstag Pater Raju zu Besuch, der aus seinem Heimatland berichtet.

Die Gruppe „Australien“ erstellte Informationsplakate zum Land. Für die Recherche stand eine eigene Task Card mit verschiedenen Internetseiten zum Thema zur Verfügung, mit der die Kinder eigenständig arbeiten konnten. Spannend fanden die Kinder vor allem die besondere Tierwelt Australiens. Kreativ beschäftigen sie sich mit dem „Dot-Painting“ der australischen Ureinwohnern Aborigines und gestalteten ein Didgeridoo.

Die Kinder, die Spanien erforschten, begrüßten sich ebenfalls jeden Morgen mit einem kleinen spanischen Begrüßungslied und einigen Worten auf Spanisch. Um Informationen zu finden, nutzen die Kinder u.a. eine vorbereitete Task Card, über die sie verschiedene Internetseiten zum Thema Spanien aufrufen können. Die Kinder stellten ihre Forschungsergebnisse mit Informationsplakaten und Steckbriefen. Landestypische Dinge wie Kastagnetten und Flamenco-Fächer wurden auch gebastelt. Das spanische Nationalgericht Paella wurde gekocht und dazu eine (alkoholfreie) Sangria selbst gemacht.

 

Herzlichen Dank an alle, besonders die Lehrkräfte, die diese Projektwoche zu einer ganz besonderen letzten Schulwoche vor den Osterferien gemacht haben.